Dominik Noß

Kassenwart

Kino hat mich schon als Kind fasziniert. Ich bin damit völlig selbstverständlich in Bamberg aufgewachsen. Kinos prägten die Luitpoltstraße. Das Luli war der ganz große Saal und das City 3 der Kleinste.

Waren es zuerst Kinderfilme, so war es als Jugendlicher die Technik, die mich begeisterte. Krieg der Sterne, Arnold Schwarzenegger, aber auch Filme wie Indianer Jones oder mit Louis de Funès.

Mit der Zeit merkte ich, dass mir was fehlt. Theater entwickelte sich zur besseren Alternative. Klassiker wie auch modernes Theater können beeindrucken. Die Anfangszeit des Lichtspiel-Kino waren auch ein Teil meiner Studienjahre außerhalb Bambergs.

Erst Anfang des neuen Jahrtausends wurden mit die Möglichkeiten bewusst, die mir dieses Kino bot. Die Filmauswahl, OmU (Original mit Untertitel), die Atmosphäre, die Scheinbar und das monatliche Programmheft…

Für mich entwickelte sich das Lichtspielkino zu einem besonderen Ort und ich verbinde viele schöne cineastische Filmerinnerungen damit (z.B. “La vita é bella” (OmU), “Die Stadt der verlorenen Kinder” aus der Jean-Pierre Jeunet-Reihe, “Sounds and silence” oder “La Danse”).Voller Freude las ich einen Artikel über die baldige Eröffnung des Odeon-Kino. In einer so beschaulichen Stadt wie Bamberg so ein gutes Programmkinoangebot zu haben, ist für mich außergewöhnlich und nicht selbstverständlich.

Als ich von den Lichtspielfreunden las, wurde ich sofort Mitglied. Gutes Kino braucht gute Freunde. Als im Vorstand  die Position des Kassenwart vakant war, folgte für mich der nächste Schritt, aktiv im Verein mitzuwirken. Ich habe große Hochachtung vor den beiden Visionären und Geschäftsleuten Diana Linz und Gerrit Zachrich. Es ist fast unglaublich, was sie hier in Bamberg geschaffen haben.